Incubus Leben in einer Welt von Superkraft-Nutzern

Chapter 261: Vermächtnisse können uns leiten.... Aber lass dich nicht davon kontrollieren

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Chapter 261: Vermächtnisse können uns leiten.... Aber lass dich nicht davon kontrollieren

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Chapter 261: Vermächtnisse können uns leiten.... Aber lass dich nicht davon kontrollieren

Es gab kein Versprechen von Ruhm, keinen Schutz vor Härte, keine Garantie für Erfolg.

Nur die Wahrheit – dass von diesem Moment an jeder Student hier nun Teil von etwas Größerem war als sich selbst, etwas Tieferem als individuelles Talent oder Glück.

Und Teil davon zu sein bedeutete nicht Sicherheit oder Belohnung – es bedeutete, gesehen, gemessen und geformt zu werden, manchmal hart, von Kräften, die sie noch nicht verstanden.

Über der Bühne verblasste das Abzeichen – sein Leuchten zog sich in die Projektionskugel zurück, als wäre seine Präsenz nur eine Erinnerung gewesen, keine Belohnung.

Die Lichter in der Halle der Präsenz kehrten nicht in einer dramatischen Flut zurück, sondern allmählich, mit der Sanftheit der frühen Morgendämmerung.

Die Art von Licht, die keine Aufmerksamkeit forderte, sondern zum Atmen einlud.

Dann kehrte ihre Stimme zurück. Sanft. Gemessen. Die Art von Ton, der nicht anschwoll, aber dennoch ankam.

"Vermächtnisse können uns leiten," sagte sie. "Und Macht kann uns verteidigen."

Ihre Stimme senkte sich leicht, gerade genug, um die nächsten Worte schwerer erscheinen zu lassen.

"Aber wenn wir die Vergangenheit zu sehr verehren... vergessen wir, wie man die Zukunft schreibt."

Sie hielt inne.

"Also erinnert euch daran. Respektiert sie. Lernt daraus."

"Aber lasst euch nicht von ihr kontrollieren."

Die Dekanin gestikulierte nicht und hob keine Hand, um das Ende ihrer Rede zu markieren. Sie verbeugte sich nicht. Ging nicht mit Zeremonie ab. Stattdessen gab sie ein einziges, subtiles Nicken – ruhig, gefasst, endgültig.

Eine Geste, die das Publikum nicht entließ, sondern ihnen etwas übergab. Eine Last. Eine Wahl. Etwas zu tragen.

Niemand klatschte. Niemand jubelte. Niemand rutschte auch nur auf seinem Sitz.

Denn sie hatten keine Inspiration oder Lob erhalten, sondern den Rahmen, durch den ihre Zukunft gemessen werden würde. Es war kein Abschluss. Es war ein Ausgangspunkt.

Ein paar Sekunden vergingen, und dann schien die Luft selbst neu zu starten. Ein leises Summen – der sanfte elektrische Strom, der immer unter dem Boden verlief – kehrte zurück, unbemerkt bis jetzt.

Als hätte der Raum den Atem angehalten und endlich begonnen auszuatmen.

Von der äußersten rechten Seite der Bühne trat die Frau in Silber vor. Das Dienstmädchen – bis jetzt still – war keine Hintergrundpräsenz mehr.

Sie erhob nicht ihre Stimme. Sie änderte nicht ihre Haltung. Dennoch trug ihre ruhige Ankündigung irgendwie in jede Ecke der Halle.

"Hiermit endet Ihre Orientierung," sagte sie. "Sie werden nun zu Ihren Bewertungssektoren geführt. Die Farben Ihrer Armbänder bestimmen Ihre Route. Folgen Sie entsprechend den Bodenmarkierungen."

Unter den Füßen der Studenten reagierte der Boden, als hätte er auf diesen Befehl gewartet.

Scharfe, klare, farbcodierte Lichtlinien wellten sich in deutlichen Bändern von Rot, Grün, Blau und Weiß über das Amphitheater.

Keine Alarme, keine Eile, nur eine ruhige Bewegung, als alle Studenten aufstanden.

Kleine Gruppen begannen sich zu verschieben, während die Studenten ihre Handgelenke überprüften und ihre Farbmarkierungen lokalisierten. Einige bewegten sich zielstrebig.

Andere zögerten, bevor sie den Lichtspuren folgten, die sich zu entfernten Ausgangsbögen erstreckten. Es gab kein Personal, das Namen aufrief.

Keine Aufseher, die den Fluss beschleunigten. Das System funktionierte, weil es so konzipiert war, dass die Studenten es selbst herausfinden würden, und so taten sie es auch.

Ethan blieb in der Nähe des Amphitheaterzentrums und dachte noch immer über alles nach, was sie gerade gehört hatten. Er blickte nach unten. Das taten auch die beiden Frauen neben ihm.

Ihre Armbänder pulsierten mit sanftem weißen Licht.

Everly sprach als Erste, ihr Ton leise, aber bestimmt. "Weiße Stufe. Obere Freigabe."

Evelyns Augen bewegten sich nicht vom Boden, aber sie nickte leicht. "Vorübergehende Unterbringung nahe dem zentralen Campus. Wahrscheinlich Prioritätsspur."

Ethan atmete endlich aus, sein Kiefer entspannte sich, als etwas von der Spannung aus seinen Schultern wich. "Sieht so aus, als würden wir dann zusammenbleiben."

Everlys Mund verzog sich zu einem kleinen, vertrauten Grinsen. "Offensichtlich. Dachtest du, wir würden zulassen, dass sie uns nach allem trennen?"

Es gab keine formelle Entscheidung; keine Diskussion war nötig. Die drei bewegten sich einfach gemeinsam zum Korridor, wohin der weiße Pfad führte – ein schwach leuchtender Bogen, der sanft pulsierte.

Studenten traten beiseite und machten ihnen unbewusst Platz. Es war keine Ehrerbietung oder Angst.

Es war die Art von Raum, der Menschen gewährt wird, die bereits bewiesen hatten, dass sie nicht zurückschrecken, wenn es ernst wird.

Das Trio näherte sich dem Ausgangsbogen. Ein kleiner Knoten war nahe seiner Basis eingebettet und scannte die Armbänder beim Vorbeigehen.

Als Ethan vorwärts ging, piepte das Gerät leise und blitzte einen Akzeptanzcode auf, bevor sich die Wandplatte mit einem sanften Zischen öffnete.

Direkt dahinter wartete eine große Frau in grauer Uniform. Es gab kein Abzeichen, keine auffälligen Waffen, nur klare Linien, eine wachsame Haltung und ein Klemmbrett, das leicht in einer Hand ruhte.

"Weiße Stufe, Sektor sieben," sagte sie knapp. "Ihr Transport ist vorbereitet. Sie werden zu Ihrer vorübergehenden Klasseneinheit geführt.

Das Logistik-Briefing wird drinnen übermittelt. Klassenzuweisungen werden nach der Bewertungsüberprüfung eingetragen."

Ethan nickte. Die Zwillinge taten es ihm gleich.

Die Frau deutete hinter sich, ohne zur Seite zu treten. Es gab keine Übererklärung, keine künstliche Freundlichkeit, nur rationalisierte Effizienz.

Sie folgten ihrer Geste in eine schmale Transitbucht, wo eine schlanke Transportkapsel mit drei Sitzen wartete, die bereits sanft über ihren Führungsschienen schwebte. Die Tür öffnete sich ohne Befehl.

Sie stiegen ein. 𝙧𝙚𝙚𝔀𝒆𝓫𝓷𝙤𝓿𝒆𝙡.𝒄𝙤𝓶

Ethan saß zwischen den Zwillingen, die Arme entspannt auf seinem Schoß. Seine Augen wanderten zur durchscheinenden Wand, als die Kapsel durch einen sanft geschwungenen Tunnel glitt.

Es gab keinen Ruck oder Ton – nur das Summen eines Systems, das diese Route offensichtlich schon tausende Male zuvor gefahren war.

Die Halle der Präsenz verschwand hinter ihnen, ersetzt durch die äußere Hülle von Astralis’ Hauptsektor.

Es sah nicht wie eine Universität aus.

Nicht im traditionellen Sinne.

Die Landschaft draußen war nicht mit Menschenmengen oder Ladenschildern gefüllt. Kein Lärm. Kein Durcheinander. Stattdessen floss das Gelände mit absichtlichem Design – Bäume zu Gehwegen geflochten, geschichtete Plattformen, die wie Terrassen aufstiegen, und weite offene Räume, wo natürliche Elemente auf konstruierte Stille trafen.

Ethan nahm es still auf.

Everly neigte ihren Kopf zum Fenster. "Glaubst du, wir bekommen sofort wichtige Kurse?"

Evelyn antwortete, ohne ihren Blick zu verschieben. "Gefiltert, wahrscheinlich. Unsere Leistungsdaten aus der Simulation sind vermutlich direkt in die Platzierungs-KI hochgeladen."

Ethan blinzelte. "Wer weiß, aber das ist nichts, worüber wir nachdenken müssen, oder?"

Evelyns Antwort war fast sanft. "Stimmt, aber liegt nicht genau darin der Spaß?"

Er lehnte sich leicht zurück und grinste. "Guter Punkt, aber es ist schon irgendwie nervig, weißt du."

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