Incubus Leben in einer Welt von Superkraft-Nutzern

Chapter 250: Die ’Wohneinheit

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Chapter 250: Die ’Wohneinheit

Hallo zusammen,

Nur eine kurze Information—dieses Kapitel ist eine Ausgleichsveröffentlichung für letzte Woche. Ich habe versehentlich nur 2 Kapitel am Wochenende (Samstag & Sonntag) gepostet, anstatt der üblichen Anzahl.

Um das auszugleichen, veröffentliche ich heute dieses Bonuskapitel, und morgen wird ein weiteres Extrakapitel hochgeladen.

Entschuldigung für den Fehler und vielen Dank für eure Unterstützung und euer Verständnis!

– Autor

*****

Er sagte nichts. Er sah sich nur um.

Ließ alles auf sich wirken.

Dann blinkte das Panel an der Wand.

[WILLKOMMEN: ETHAN NOCTURNE]

[ORIENTIERUNG BEGINNT MORGEN UM 0800]

[IHRE ANWESENHEIT WURDE REGISTRIERT]

[DIE UNIVERSITÄT ERWARTET SIE]

Er verstand die letzte Zeile nicht vollständig.

Aber das musste er auch nicht.

Der Ort fühlte sich bereits anders an.

Nicht auf schlechte Weise. Nur schärfer. Als ob die Wände aufmerksam wären. Nicht urteilend—nur bewusst.

Ethan machte einen langsamen Schritt nach vorne. Der Boden unter seinen Füßen passte sich sanft an, formte sich um das Gewicht seiner Bewegung.

Er war weder weich wie ein Kissen noch hart wie Fliesen. Er war irgendwo dazwischen, warm unter den Füßen mit einer stetigen Festigkeit, die einen geerdet hielt.

Die gesamte Suite hatte dieses Gefühl.

Offen, beruhigend, aber bereit.

Es war nicht steril. Und es war auch nicht protzig. Eher als hätte jemand es zuerst für Funktionalität entworfen, aber den Komfort nicht vergessen.

Links war die Küche.

Keine beengte Ecke. Das Layout wölbte sich nach außen, mit sauberen Arbeitsflächen und eingebauten Panels, die man auf den ersten Blick nicht erkennen konnte.

Einige Schubladen pulsierten leicht, wenn man sich näherte, und eine leichte Wellenbewegung schimmerte über eine der Oberflächen, als Ethan daran vorbeiging.

Kein Kühlschrank in Sicht.

Aber Everly fand ihn.

Eine Schublade mit Handflächen-Scanner am hinteren Ende zischte auf und enthüllte Schichten von Aufbewahrungsfächern mit frischen Zutaten, die hinter einem durchsichtigen Schild versiegelt waren—Fleisch, Obst, Gemüse, sogar einige Körner.

Nicht vorgekocht, nicht gefriergetrocknet, sondern echtes Essen, und gutes Essen.

Sie pfiff. "Scheint, als wären wir nicht auf Proteinriegel angewiesen."

Sie berührte das Ofenpanel. Es blinkte als Antwort.

[ERKANNT: EVERLY MOONSHADE]

[KÜCHENZUGANG GEWÄHRT – STUFE 2]

Everly grinste. "Nett."

Evelyn war zum riesigen Fenster gewandert, das die gesamte Außenwand säumte. Sie stand ruhig da, die Arme verschränkt, den Blick auf den Innenhof unten gerichtet.

Da war ein Garten. Saubere Steinwege. Gestutzte Hecken. Ein kleiner Reflexionspool in der Mitte.

Dahinter befand sich eine kuppelförmige Struktur aus etwas, das wie geflochtene Wurzeln und transparenter Kristall aussah, ähnlich einer Kombination aus Gewächshaus und Bibliothek.

Sie zeigte darauf.

"Das ist eine Übungsplattform dort drüben. Abgeschirmt."

Ethan lehnte sich neben sie und scannte den Raum.

"Sieht unbenutzt aus."

"Vorerst," antwortete sie. "Aber sie wird geteilt. Also werden wir wahrscheinlich Gesellschaft haben."

Everly kam herüber, knabberte nun an etwas von einem der Snack-Tabletts. "Ich nehme das Schlafzimmer mit der mondbeleuchteten Decke."

"Du hast sie noch nicht gesehen," sagte Ethan.

"Muss ich nicht. Ich spüre es."

Sie gingen den Seitenflur entlang. Die Lichter veränderten sich automatisch, als sie sich bewegten, passten Helligkeit und Ton ohne Flackern an.

Drei Türen säumten den Korridor.

Ethan nahm die auf der linken Seite.

Sein Zimmer öffnete sich mit einem leisen Klicken.

Es war groß.

Nicht schick oder übertrieben—einfach... absichtlich geräumig. Als wäre es gebaut worden, um ihm Raum zum Denken, zum Atmen, zum Bewegen zu geben.

Das Bett war leicht in den Boden eingelassen, mit einer schwebenden Schicht unter der Matratze, die sich anpasste, als er sich darauf setzte.

Die Kanten leuchteten schwach, als er umherging, reagierten auf Bewegung.

Die Wände waren nicht nur Paneele—sie waren vollständige Anzeigeoberflächen, bereit, alles zu projizieren: Nachrichten, Simulationen, Unterhaltung oder taktische Feeds.

Er winkte mit der Hand. Der Raum wurde gedimmt. Der Nachtmodus schaltete sich sanft ein.

In der Ecke stand ein Schreibtisch. Einfach. Robust. Darin eingelassen war ein Touchpanel für den Systemzugriff, einige Schubladen und—seltsamerweise—ein echtes Notizbuch. Papier. Und ein Stift.

Er öffnete es nicht.

Noch nicht.

Stattdessen trat er hinaus.

Everly hatte es sich bereits im zweiten Zimmer gemütlich gemacht. Ihr Bett war sichelförmig, unter einer projizierten Decke aus sanften Sternen, die sich langsam über eine Illusion des Nachthimmels bewegten. Sie grinste.

"Hab ich dir gesagt. Mondlicht-Decke."

Der Raum passte perfekt zu ihr—verspielt, leichte Texturen, weiche Blumenpolsterung an den Wänden. Sie synchronisierte die Raumsteuerung bereits mit ihrer Stimme.

Evelyns Zimmer war ruhiger. Kühle Töne. Sanfte Grautöne und Anthrazit mit schwachen silbernen Akzenten.

Sie hatte bereits die Meditationskugel in der Ecke aktiviert—sie schwebte einen Fuß über dem Boden und summte leicht, während sie im Takt ihres Atmens pulsierte. Als sie sie berührte, änderte sich der Ton des Summens.

Die Zimmer waren nicht zufällig.

Sie waren abgestimmt. Individuell.

Zurück im Hauptflur leuchtete ein neues Panel auf.

[SICHERHEITSSTUFE: PRIVATER SUITE-ZUGANG GESPERRT]

[GASTZUGANG ERFORDERT BEWOHNERERLAUBNIS]

[TÄGLICHER REINIGUNGSZYKLUS AUF 0900 UHR EINGESTELLT]

Ethan las es, dann trat er näher.

Die Beleuchtung änderte sich wieder.

Es war nach dem Abend. Der Raum dimmte in den Dämmerlichtmodus, und kleine eingebettete Lichter entlang der Decke pulsierten im Rhythmus mit einem künstlichen Nachthimmel. Nicht hell. Nicht ablenkend. Einfach da.

Everly kam mit zwei Getränken zurück—leicht sprudelnd, kristallklar. Sie reichte ihm eines und ließ sich dann auf die Couch fallen.

"Ich will nicht lügen, obwohl uns gesagt wurde, dass wir unsere eigene Wohneinheit bekommen würden, dachte ich, es würde etwas Kleines sein, aber nicht das hier."

Ethan nahm einen Schluck vom Getränk. Kühl. Glatt.

"Ja," sagte er.

Sie hob eine Augenbraue. "Glaubst du, es liegt an deinem Rang?"

Er zuckte mit den Schultern. "Das könnte ein Teil davon sein."

Aber sie wussten es beide besser.

Lilith.

Dies war kein Zufall. Die Arrangements, der Terminal-Zugang, die Suite—jemand hatte vorausgeplant. Nicht um ihn zu verwöhnen.

Sondern um ihn zu schützen und sicherzustellen, dass sein Collegeleben perfekt sein wird.

Dies war nicht nur eine Belohnung.

Es war eine Strategie.

Er sagte es nicht laut.

Everly fragte: "Glaubst du, das wird von Dauer sein?"

Evelyn war bereits am offenen Fenster und beobachtete die Sterne. "Nicht, wenn wir es verschwenden."

Wieder Stille.

Nicht unangenehm. Einfach ruhig.

Die Suite fühlte sich nicht wie ein Wohnheim an. Es fühlte sich auch nicht wie eine vorübergehende Unterkunft an. Es war eher wie ein privates Anwesen.

Jedes Zimmer hatte sein eigenes Badezimmer mit fortschrittlichen Temperaturreglern, Duftsyncs und Duschspeicherfunktionen, die Komforteinstellungen verfolgten.

Sogar die Waschbecken passten den Wasserfluss an die eigenen Bewegungen an.

Im hinteren Teil führte eine gebogene Schiebetür zu einem Außenhof.

Sie traten hindurch.

Keine Nachbarn auf beiden Seiten.

Nur saubere Luft, Steinböden und ein echter Baum in der Mitte des Hofes—der aus echtem Boden wuchs.

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